Zufall-Trainer

Ein Baumdiagramm zu einem mehrstufigen Zufallsexperiment zeichnen

Erklärung: Warum, Regel, Beispiel, Bild, Video

Warum das wichtig ist

Sobald du zweimal ziehst, wirfst oder würfelst, wird es unübersichtlich: Was kann beim ersten Mal passieren, was danach? Das Baumdiagramm ordnet alle Möglichkeiten Stufe für Stufe. Mit einem sauberen Baum lösen sich die Pfadregeln fast von allein – ohne Baum verliert man schnell einen Fall.

Die Regel

Ein mehrstufiger Zufallsversuch besteht aus mehreren Zügen (Stufen). Für jede Stufe zeichnest du Zweige zu allen möglichen Ergebnissen.

  • An jeden Zweig schreibst du seine Wahrscheinlichkeit (Laplace: günstig/möglich).
  • Die Zweige an einem Knoten ergeben zusammen immer 1.
  • Ein Weg vom Start bis zu einem Ende heißt Pfad.
  • Reihenfolge beim Zeichnen: Erst alle Zweige, dann die Kugeln, dann die Brüche.
  • Ohne Zurücklegen ändern sich ab der zweiten Stufe Zähler und Nenner (mehr dazu unter Ohne Zurücklegen).

Beispiel

In einer Urne liegen 3 rote und 2 blaue Kugeln. Du ziehst zweimal ohne Zurücklegen. Das Bild unten zeigt den fertigen Baum.

  1. 1. Stufe: 5 Kugeln. P(rot) = 3/5, P(blau) = 2/5. Zusammen 1.
  2. 2. Stufe nach rot: nur noch 4 Kugeln, davon 2 rote. P(rot) = 2/4, P(blau) = 2/4.
  3. 2. Stufe nach blau: 4 Kugeln, 3 rote, 1 blaue. P(rot) = 3/4, P(blau) = 1/4.
  4. Unter den Enden stehen schon die Pfadwahrscheinlichkeiten (siehe 1. Pfadregel). Ihre Summe ist 1 – ein guter Test für jeden Baum.

Bild dazu

Der Baum aus dem Beispiel: Urne mit 3 roten und 2 blauen Kugeln, zweimal ohne Zurücklegen. Die orangen Zweige a, b, c sind die, die du in der Übung selbst ausfüllst.

Baumdiagramm mit allen ZweigwahrscheinlichkeitenRrotRrotBblauBblauRrotBblau3/5P(rot) = 3/5aZweig a2/4P(rot) = 1/22/4P(blau) = 1/2bZweig b2/5P(blau) = 2/53/4P(rot) = 3/4cZweig c1/4P(blau) = 1/43/103/103/101/10R = rot · B = blau

Video dazu

Baumdiagramm | mehrstufiger Zufallsversuch | Wahrscheinlichkeit | Stochastik | Lehrerschmidt

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