Was lernapps anders macht: Neu ist die Kombination, nicht der Baustein
Keiner der Bausteine ist neu. Aufgabengeneratoren mit Zufallszahlen gibt es seit Jahrzehnten,
KI-Tutoren seit ein paar Jahren. Neu ist, wie lernapps beides verbindet. Die App enthält keine KI; sie
prüft jede Antwort deterministisch. Tutor ist ein beliebiger externer LLM-Chat, etwa claude.ai oder
ChatGPT. App und Tutor koppelt nur das offene Web: llms.txt und tutor.md beschreiben die App, jede
Aufgabe hat eine stabile Nummer und einen Deep Link (?nr=42), und das Kind kopiert nach dem Test eine
Ergebniszeile zurück in den Chat.
Drei Eigenschaften folgen daraus
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Statisch und still. Die Seiten sind statisch: kein Konto, kein Backend, kein Tracking.
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Kein Grund, das Kind festzuhalten. Das Projekt ist nicht kommerziell und offen. Es verdient nichts an Verweildauer und muss das Kind nicht in der App halten.
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Zugeschnitten auf eine Klasse. Ein KI-Coding-Agent baut eine App pro Thema in wenigen Stunden. Sie passt zu dem, was die Klasse eines Kindes gerade durchnimmt.
Verwandte Projekte teilen je einen Teil der Idee
| Projekt | Gemeinsam | Anders |
|---|---|---|
Gemeinnützig (Serlo Education e.V., finanziert über Spenden, Fördermitgliedschaften und Stiftungen wie die Hans Sauer Stiftung, siehe Transparenz); werbefrei, ohne Anmeldung |
Community-Plattform mit Backend und Redaktion; Aufgaben meist fest; keine Kopplung an ein externes LLM, kein Zuschnitt auf ein Kind |
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Frei (AGPLv3), über 1000 Zufallsgeneratoren, teilbare Links mit Seed |
Katalog für Lehrkräfte; keine Erklärseiten, kein LLM-Tutor |
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Freie Software, Aufgaben mit Zufallswerten |
Braucht eine Server-Plattform; kein LLM |
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Dieselbe Grundidee: externes LLM, Link zurück zur Aufgabe |
An den proprietären Connector eines Anbieters gebunden; Konto nötig; zielt auf Lehrkräfte |
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Statische Seite ohne Backend, Aufgaben mit Seed reproduzierbar, vermutlich mit Claude gebaut |
Keine Kopplung an einen Tutor |
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Ein Elternteil baut mit Claude ein Spiel für das eigene Kind |
Einzelstück; kein gemeinsamer Kern, kein Bezug zum Lehrplan |
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Khanmigo, bettermarks, Mathegym … |
Üben mit Rückmeldung |
Das Gegenmodell: kommerzielle Plattformen mit eingebauter KI |
Die Abgrenzung hat Grenzen
Die Aussage „so etwas gibt es noch nicht“ stützt sich auf eine mehrsprachige Suche vom 23.09.2026 auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Russisch. Nicht gefunden heißt nicht: nicht vorhanden. Geschlossene Plattformen wie WeChat, Zhihu, Naver, VK und Telegram erreicht eine Websuche kaum. Lateinamerika ist nur dünn abgedeckt, Indien und Italien gar nicht. Und der Trend läuft in die andere Richtung: Große Plattformen binden sich direkt an einzelne Chatbots, statt sich über das offene Web jedem Chat zu öffnen.
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