Judentum
Die App übt das Judentum für Jahrgang 6, evangelische Religion: Aufbau und Einrichtung einer Synagoge (am Beispiel der Ohel-Jakob-Synagoge in München), sieben jüdische Feste mit Datum, Bedeutung und Brauch, die Geschichte von Abraham bis zum Land Kanaan sowie Altes und Neues Testament. Das Gewicht liegt auf den Festen und auf der Zuordnung der Teile der Synagoge. Zahlen der Bücher immer mit der Zählung nennen (Tanach 24, Altes Testament evangelisch 39, katholisch 46, Neues Testament 27).
Die Synagoge
Aufbau und Einrichtung
Die Seite erklärt, was eine Synagoge ist: Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Versammlung“. Sie ist ein Haus für Gebet, Versammlung und Lernen. Das Beispiel ist die Ohel-Jakob-Synagoge in München. Der Raum ist nach Osten ausgerichtet, in Richtung Jerusalem. Der Toraschrein (A) steht an der Ostwand, darin liegen die Torarollen. Die Menora (B) ist ein siebenarmiger Leuchter und steht links und rechts vom Toraschrein. Das Ewige Licht (C) brennt immer und erinnert an das Licht im Tempel in Jerusalem. Das Lesepult (D) steht in der Mitte des Raumes, von dort wird aus der Tora gelesen. Die Frauenempore (E) liegt an den Seiten, die Männer sitzen in den Reihen in der Mitte. Der Leuchter an Chanukka hat acht bis neun Arme und ist nicht die Menora der Synagoge. Buchstaben im Grundriss: A Toraschrein, B Menora, C Ewiges Licht, D Lesepult, E Frauenempore. Die offene Aufgabe vergleicht Synagoge und Kirche: Eine Ähnlichkeit (Ort für Gottesdienst und Gebet) und ein Unterschied (Toraschrein an der Ostwand, Lesepult in der Mitte, siebenarmige Menora) genügen.
Jüdische Feste
Die Feste im Jahreskreis
Die Seite stellt sieben jüdische Feste vor, jeweils mit jüdischem Datum, Bedeutung und Brauch. Pessach (15. bis 22. Nisan, im März oder April) erinnert an die Befreiung aus Ägypten, dazu gehören ungesäuertes Brot (Mazzen), der Sederteller und das Vorlesen der Geschichte vom Auszug. Schawuot (6. bis 7. Siwan, Mai oder Juni) ist das Wochenfest, erinnert an die Zehn Gebote und ist ein Erntefest, man isst Milchspeisen und Honig. Rosch ha-Schana (1. bis 2. Tischri, September oder Oktober) ist das Neujahrsfest mit dem Schofar. Jom Kippur (10. Tischri, September oder Oktober) ist der Versöhnungstag, man fastet, am Ende wird das Schofar geblasen. Sukkot (15. bis 22. Tischri, September oder Oktober) ist das Laubhüttenfest und erinnert an die Wüstenwanderung, man baut eine Laubhütte. Manche zählen den 23. Tischri (Simchat Tora, Tag der Torafreude) dazu. Chanukka (25. Kislew bis 2. oder 3. Tewet, November oder Dezember) ist das Weihefest und erinnert an die Wiedereinweihung des Tempels, man zündet jeden Tag eine Kerze mehr an. Purim (14. oder 15. Adar, Februar oder März) ist das Losfest und erinnert an die Rettung des Volkes im Persischen Reich, man verkleidet sich und isst Süßigkeiten. Reihenfolge im Kalenderjahr ab Januar: Purim, Pessach, Schawuot, Rosch ha-Schana, Jom Kippur, Sukkot, Chanukka. Die Feste liegen im Kalender, den wir benutzen, jedes Jahr an anderen Tagen. Die offenen Aufgaben fragen nach dem Gottesbild eines Festes (zum Beispiel Gott als Befreier an Pessach, verglichen mit Ostern) und nach einem Fest, das das Kind selbst feiert und das zurückschaut.
Herbstfeste und Chanukka
Die Seite erklärt Rosch ha-Schana, Jom Kippur, Sukkot und Chanukka genauer. Rosch ha-Schana ist das Neujahrsfest, dazu wird das Schofar geblasen (3. Buch Mose, Levitikus 23,24). Mit dem Neujahrstag beginnen die „zehn Tage der Umkehr“, sie enden mit Jom Kippur. Jom Kippur ist der Versöhnungstag und das heiligste Fest. Es will sagen: Umkehr ist immer möglich. Fromme Juden fasten, am Ende wird das Schofar geblasen. Es ist kein Fest mit Festessen, Süßigkeiten gehören zu Purim. Sukkot erinnert an die Wüstenwanderung, als die Israeliten keine festen Unterkünfte hatten. Juden bauen kleine Hütten mit einem Dach aus Blättern, zum Beispiel im Garten oder auf dem Balkon. Chanukka erinnert an die Wiedereinweihung des Altars im Tempel, die acht Tage dauerte, nachdem Feinde das Land besetzt und den Tempel verunreinigt hatten. Juden zünden jeden Tag eine weitere Kerze an einem Leuchter an. Erzählt wird, dass das Öl nur für einen Tag reichte, aber acht Tage brannte. Das Schofar ist ein Horn, Martin Luther hat es mit „Posaune“ übersetzt. Reihenfolge im Herbst und Winter: Rosch ha-Schana, Jom Kippur, Sukkot, Chanukka.
Das Alte Testament
Von Abraham zum Land
Die Seite erzählt die Geschichte des Volkes Israel in Stationen. Abraham ist der erste der drei Erzväter (Abraham, Isaak, Jakob), seine Frau ist Sara, ihr Sohn Isaak. Um Rebekka wird für Isaak geworben. Jakob ist Isaaks Sohn und Abrahams Enkel, Gott gibt ihm den Namen Israel. Nach der Bibel stammen die zwölf Stämme Israels von den zwölf Söhnen Jakobs ab, die Listen der Stämme sind nicht überall gleich. Gott prüft Abraham: Er soll Isaak im Land Morija opfern (1. Mose 22), der Berg wird nicht genannt. Gott verspricht Abraham und seinen Nachkommen das Land Kanaan, das Gelobte Land, in dem Milch und Honig fließen. Mose führt die Israeliten aus Ägypten. Am Berg Sinai (an anderer Stelle Horeb genannt) erhält er die Zehn Gebote auf zwei Steintafeln. Er stirbt auf dem Berg Nebo, nachdem er das Land von dort gesehen hat. Sein Nachfolger Josua führt das Volk ins Land. Das erste Gebot lautet nach evangelischer Zählung: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“ Juden zählen anders. Die Bundeslade ist ein heiliger Gegenstand, in ihr lagen die Steintafeln mit den Zehn Geboten. Sie war ein Zeichen für Gottes Gegenwart, stand im Allerheiligsten des Tempels in Jerusalem und gilt als das höchste Heiligtum Israels. JHWH (hebräisch יהוה) ist der persönliche Eigenname des Gottes Israels in der hebräischen Bibel und besteht aus vier Buchstaben.
Altes und Neues Testament
Die Seite erklärt, wie die Bibel entstand. Die christliche Bibel hat zwei Teile, das Alte und das Neue Testament. Das Alte Testament ist auch die Heilige Schrift der Juden, der Tanach. Es dauerte über 1000 Jahre, bis die Schriften fertig waren. Zuerst wurde mündlich weitergegeben, im 9. Jahrhundert v. Chr. begann man aufzuschreiben. Das Nordreich ging 722 v. Chr. durch die Assyrer unter, das Südreich 586 v. Chr. durch die Babylonier, danach wurden viele Bücher überarbeitet. Der Pentateuch (griechisch „Fünfgefäß“) sind die fünf Bücher Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri und Deuteronomium, zugleich die Tora der Juden. Psalmen und Weisheitsbücher sind eine Gebets- und Lebensschule, Propheten erinnern an Gottes Willen. Manche nennen das Alte Testament „Erstes Testament“, weil hier die Anfangserzählungen des jüdischen und des christlichen Glaubens stehen. Das Neue Testament hat 27 Schriften und entstand ungefähr zwischen 50 und 120 n. Chr. Die Briefe des Paulus sind die ältesten Texte, die Evangelien entstanden ab etwa 70 n. Chr. Zahl der Bücher: Tanach 24 (jüdische Zählung), Altes Testament 39 (evangelisch) und 46 (katholisch), Neues Testament 27. Die sieben Schriften Unterschied zwischen 39 und 46 rechnet nur die katholische Zählung zum Alten Testament. Die offene Aufgabe fragt, warum man das Alte Testament auch „Erstes Testament“ nennen kann.
Gehört nicht dazu
- Speisegebote (koscher) und Essen im Alltag
- Das hebräische Alphabet und die Sprache
- Der Sabbat und der Gottesdienst im Ablauf
- Die Geschichte der Juden nach der Zeit des Neuen Testaments, auch die Zeit des Nationalsozialismus
- Andere Religionen wie Christentum im Detail oder Islam
- Genaue Geschichte des Tempels in Jerusalem